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Ein Erfahrungsbericht

„Nach meinem Berufsleben habe ich nach einer sinnvollen beruflichen Tätigkeit gesucht, bei der ich selbst über die Dauer meines Einsatzes bestimmen kann.

Erst habe ich gedacht, „was kommt das wohl auf mich zu?“ (...) dann hat mir der Vorbereitungskurs dabei geholfen herauszufinden, welche Fähigkeiten ich habe und welche Bedürfnisse die Gäste im Gästehaus haben.

Besonders aufgewühlt war ich bei dem Vorbereitungskurs über die Reflexion des eigenen Lebensweges, dabei ging es um Wahrnehmung eigener Bedürfnisse und Grenzen.

Ich habe dabei erfahren, dass die eigenen Erfahrungen und „Päckchen“, der Blick auf meine eigene Lebensgeschichte mich offener werden lassen für die Probleme und Erfahrungen, die die Gäste im Laufe ihres Lebens gesammelt haben. Dadurch war es mir möglich offener auf die Gäste einzugehen.“

„Es ist ein schönes Gefühl sich mit den Gästen zu unterhalten. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Es ist ein schönes Gefühl zu erfahren, welche Lebensgeschichte die Gäste hinter sich gebracht haben, was sie beruflich gemacht haben. Dabei entsteht oft ein ganz neues Bild. Manchmal gehe ich selbst beschenkt nach Hause.“

„Es gibt auch Tage, da gehe ich sehr nachdenklich oder traurig nach Hause. Weil die Zeit nicht stehen bleibt und die körperliche und geistige Kraft bei einigen Gästen nachlässt und wir das hautnah miterleben.“

Montag

„Mein Dienst beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück, bei dem ich einzelne Gäste unterstütze.“

Dienstag

„Bei schönem Wetter gehe ich mit den Gästen spazieren, lese vor oder höre einfach nur zu.“

Mittwoch

„Seit 5 Jahren backen wir jeden Mittwoch für die ganze Einrichtung Waffeln. Wenn der Duft durch das Haus zieht, fühlen sich die Gäste wie zu Hause.“

Donnerstag

„Ich versuche eigentlich, jedem Gast ein bisschen Hilfestellung zu geben, damit sie durch Anregung und Ansprache ein wenig Kontakt zueinander bekommen. Das geschieht zum Beispiel durch Vorlesen, Gedächtnisspiele oder Unterhaltung.“

Freitag

„Am Freitag komme ich mit meiner Kiste voller Zutaten zum Kochen oder Backen. Hausmannskost ist hier ganz hoch angesehen. Die fleißigen Helferinnen unter den Gästen warten schon. Sie schälen Kartoffeln, schneiden Gemüse oder Obst, helfen beim Kuchenbacken.“

Samstag

„Ich helfe am liebsten in der Küche, krempele die Ärmel hoch und dann geht’s los. Ich fasse an wo ich gebraucht werde.“

Sonntag

„Mit selbst gebackenem Kuchen und frischem Kaffee verwöhnen wir in unserem Café die Gäste und deren Angehörige. Untermalt wird das Ganze mit Klaviermusik und fröhlichen Gesang.“

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